Demonstration Solidarität mit den Geflüchteten 23. Januar 2016

Speech of our friend who lives in a hangar at the former Airport Tempelhof
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Hello, dear fellow campaigners! Today I won‘t talk myself as I am afraid that the employees or securities of the Tempelhofer Camp recognize me and don‘t let me in again. This happened to other refugees before. Some gave interviews to TV stations and afterwards weren‘t allowed to enter the camp. To protest is a dangerous matter for us.Danger, in fact, was always a part of my life. I came from a country, devastated because of the war. In Afghanistan, there is still war. First the Taliban and now also Daesh is present in my country. Just a few words about my arrival here.
I came from Afghanistan to Germany in 46 days. A big part by foot, in the bus and the boat. When I imagine that they can send us back to Afghanistan in just one day, it dreads me and my heart tightens until it hurts. (mehr…)

Demo

Flyer- und Plaktvorlagen für die Demo findet ihr unter Material

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Statement der Autonomen FrauenLesben Köln

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Nicht mit unserer Stimme, nicht in unserem Sinne

Welche unglaubliche Scheinheiligkeit und welches Machtbewußtsein schlägt uns bei der medialen und politischen Bearbeitung der sexistischen und sexualisierten Gewalt vom Silvesterabend in Politiker*reden, Polizeistatements, Artikeln, Kommentaren entgegen. Können wir Frauen Lesben Trans- und Intersexuellen froh sein, dass endlich mal das Thema sexualisierte Gewalt in aller Munde ist, weil wir diese Realitäten auf dem Oktoberfest, im Stadion, Karneval und bei vielen anderen Großevents schon immer erleben? Aber es geht jetzt nicht um sexuelle Gewalt, es geht um etwas anderes: die betroffenen Frauen vom 31.12.15 werden für eine rassistische Kampagne benutzt: nicht der Sexismus ist das Problem, sondern die zu uns Geflüchteten, die Eingewanderten. Wir als Frauenlesben werden mit unserer Gewalterfahrung benutzt, um den Rassismus, der auch tödlich sein kann in diesem Land, zu stärken. Jetzt soll abgeschoben werden, damit unsere Sicherheit sich erhöht. Das ist lächerlich: wir sind weiterhin sexualisierter Gewalt ausgesetzt und sie wird zunehmen, weil die gesellschaftlichen Verhältnisse sich brutalisieren und für Männer stereotype maskuline gewalttätige Rollen angeboten und reproduziert werden.
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Berlin’s Government wants to extent the lagers at former Airport Tempelhof – Demonstration against the establishment of a mass camp on „Tempelhofer Feld“

Plan
On Saturday, the 23rd of January 2016, we want to protest against the planned expansion of the lagers at the former airport Tempelhof, against the democratically made Tempelhof-Law, against the profit-making with Refugees, against the horrible conditions in the refugee-camps and especially we protest against the housing of people in lagers in general!!
The demonstration starts at 2 o´clock pm (14:00) at Platz der Luftbrücke. From there, we will walk on to the Field of the former airport Tempelhof, to show the people who have to live in the camp our solidarity.

No instrumentalization of refugees for the sake of Gentrification!

The senate of Berlin is currently planning to overturn the law regarding the development of the Tempelhofer Feld, which has been decided in a referendum in 2014. It is one of the very rare democratically decided laws, and of course a thorn in the flesh of the neo-liberal government. And now, the politics use Refugees for the purpose of Gentrification.
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Demonstration gegen die Errichtung eines Massenlagers auf dem Tempelhofer Feld

Am Samstag, den 23. Januar 2016, wollen wir gegen den Ausbau der Lager im Flughafen Tempelhof, die Abschaffung des demokratisch beschlossenen Tempelhofer-Gesetzes, den Profit mit Geflüchteten, die katastrophalen Lebensbedingungen und vor allem gegen die Unterbringung von Menschen in Lagern an sich demonstrieren! Auftakt ist um 14 Uhr am Platz der Luftbrücke, von dort werden wir aufs Tempelhofer-Feld laufen, um den Menschen in den Lagern unsere Solidarität zu bekunden.

Keine Instrumentalisierung von Geflüchteten zum Zwecke der Gentrifizierung!

Der Senat plant derzeit das in einem Volksentscheid beschlossene Tempelhofer Feld Gesetz zu kippen. Es ist eines der ganz wenigen demokratisch beschlossenen Gesetze, der neoliberalen Regierung war es von Anfang an ein Dorn im Auge. Ausgerechnet die Geflüchteten werden nun durch die Politik zum Zwecke der Gentrifizierung instrumentalisiert. Auf dem Feld sollen Traglufthallen aufgestellt werden, insgesamt sollen bald um 8 000 Menschen auf dem Flughafengelände leben. Doch gerät das Gesetz erst einmal ins Wanken, wird auch der Bau von Luxuswohnungen und anderen gewinnbringenden Immobilien vorbereitet.

Keine Unterbringung in Lagern!
Über 2 200 Menschen leben in den Hangars des ehemaligen Flughafens. Die Lebensbedingungen dort sind katastrophal. Der Flüchtlingsrat hat die Zustände in einer umfassenden Stellungnahme angeprangert. Bis vor kurzem gab es dort keine Duschen, die hygienischen Bedingungen und die medizinische Versorgung sind sehr schlecht und mit 2 m² kommt den Bewohner_innen nicht einmal der vorgesehene Mindestraum von 6 m² zu. Die Unterbringung in Massenlagern ist auf Dauer keine Lösung. Vorgeblich dient diese „Notunterkunft“ der kurzfristigen Unterbringung von Geflüchteten. Viele Menschen verharren dort jedoch seit der Eröffnung im Oktober letzten Jahres und haben keinerlei Aussicht auf eine bessere Unterbringung.
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